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Reinkarnationstherapie

Aktualisiert (Samstag, den 25. September 2010 um 11:36 Uhr)

 

ReinkarnationZyklusDerWiedergeburt

Grundlage der Reinkarnationstherapie ist der Gedanke, dass es eine Reinkarnation gibt - verbunden mit einer Weiterentwicklung über verschiedene Leben. Der Mensch kann sich an vergangene Leben erinnern und erhält im aktuellen Leben die Möglichkeit, aus den Handlungen in früheren Leben zu lernen – Erfahrungen dienen also dem geistigen Wachstum.

Erlebnisse in früheren Inkarnationen können psychische und körperliche Probleme im aktuellen Leben verursachen. „Alte“ seelische Verletzungen, Traumata, Schwüre, Verstrickungen,.... wirken ins aktuelle Leben, führen zu immer wiederkehrenden Verhaltensmustern und halten von der Umsetzung eines selbstbewussten, erfüllten Lebens ab, ohne dass wir die Hintergründe dafür erfassen können.

In der Reinkarnationstherapie führt die Reise deshalb ins Unbewusste, in die unentdeckten Landschaften unserer Seele. Dort erwarten uns tiefe Selbsterkenntnis und Bewusstseinserweiterung, Lösung von nicht mehr zeitgemäßen Blockaden, Ängsten und Bindungen und Verständnis für bisher unerklärliche Verhaltensweisen.

Die Integration und Wandlung dieser alten Prägungen stärkt und heilt. Das Alte wirkt weiter, aber jetzt in unserem Bewusstsein und in einer für unsere Selbstentfaltung und den tieferen Sinn unseres Daseins unterstützenden Form. Ziel der Reinkarnationstherapie ist das Erkennen von alten Verhaltensmustern und das Finden neuer Lebensperspektiven – wobei Gefühle und Reaktionsweisen nicht gedacht, sondern wirklich erlebt werden.

Der Begriff Reinkarnation (lat: Wiederverkörperung) drückt aus, dass eine Seele nach dem Tod erneut in einem anderen Körper wieder geboren wird. Einige Reinkarnationslehren beinhalten auch den Gedanken des Karmas.

Karma (Sanskrit: Wirken, Tat) bezeichnet die Überzeugung, dass jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese muss nicht zwingend im aktuellen Leben wirksam werden, sondern kann sich erst in einem der nächsten Leben manifestieren.

Das Gesetz des Karma macht Menschen selbst für ihre Erlösung verantwortlich; allerdings vertrauen viele spirituelle Richtungen auf Gottes Gnade, die Karma auflösen kann.

Der Reinkarnationsgedanke ist in vielen Kulturen und religiösen Lehren verbreitet: im antiken Griechenland, bei den Römern, in der jüdischen Kabbala, in der Esoterik, aber auch in Religionen wie Hinduismus, Buddhismus und im Islam.

 

Während unserer vielen Leben wurden wir von unserem Ego beherrscht. Es motivierte unsere Gedanken, Worte und Taten, um seine Wünsche und Begierden zu befriedigen und seine Macht über uns zu stillen. Es beherrschte unser Bewusstsein und verhinderte, dass das Höhere Bewusstsein über uns wachen konnte. 

Dieses vom Ego ins Leben gerufenen Gedanken, Worte und Taten unserer verschiedenen Persönlichkeiten sind mit unserer Energie gefüllte Gedankenformen. Wir benötigen zum Denken, Sprechen und Handeln Energie. Die Energie ist weder gut noch schlecht, sie ist neutral. Die Gedankenform/Gestalt, welche die Gedanken angenommen hat, bestimmt die positive oder negative Wirkung unserer Gedanken, Taten oder Worte. Diese Energie, in welcher Form auch immer sie gebunden sein mag, kommt zu uns zurück. Manchmal kommt diese Energie sofort wieder zu uns zurück, oft jedoch erst im spätern Leben.

Diese Gedankenformen sind wie ein Bumerang, die sie wegschleudernde Kraft bewirkt die Reichweite und die Zeit; wann sie ihr Ziel erreichen werden.

Benutzten wir in der Vergangenheit unsere Energie, um einem Menschen durch Gedanken, Worte und Taten zu schaden, wird die unsere Energie enthaltende Gedankenform entsprechend negativ zu uns zurückkehren. Das steht im völligen Gegensatz zu der allgemein bekannten Theorie, dass wir von Außenstehenden verletzt werden. Außenstehende vereinfachen zwar das Zurückkommen unserer vergangenen Taten, aber wir könnten sie nicht empfangen, wenn wir sie nicht vorher in Gang gesetzt hätten.

Kein grausames Schicksal ist für unser Leben verantwortlich, denn wir selbst haben es durch unser eigenes Verhalten in Bewegung gebracht. Diese zurückkehrenden Geschosse sollten uns aber nicht hilflos machen oder uns erdrücken. Wir können viel von ihnen lernen,. Wir sollten uns immer wieder die Frage stellen: „Was kann ich daraus lernen?“ Unsere heutigen Probleme sind in Wirklichkeit eine Entwicklungschance.

Die alten Schriften vieler Kulturen lehren, dass wir in menschlicher Gestalt die Welt entsprechend unserer vergangenen Taten wieder betreten werden, um Versäumtes nachzuholen. Das ist die Theorie des Karma. Wir alle haben einen freien Willen; es liegt an uns, von den neuen, selbst gewählten Begebenheiten zu lernen, um auf dem Lebensweg weiter voran zu schreiten.

Mit jeder Geburt betreten wir die Weltbühne auf einer anderen Entwicklungsstufe; nicht nur der menschlichen Evolution allgemein, sondern auch auf einer anderen Stufe unserer eigenen, persönlichen Evolution. Wir können in einem männlichen o der weiblichen Körper geboren werden, in verschiedene Länder oder Rassen mit den entsprechenden Kulturen. Manchmal können wir in eine wohlhabende Familie hinein geboren werden, ein andermal wird hingegen die Geburt in eine arme Familie den Lernprozess beschleunigen. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Der wahre Geist wird jedoch davon nicht berührt; wir müssen aus den verschiedenen Inkarnationen lernen und das Beste daraus machen.

Viele Menschen fragen, ob es denn notwendig sei, sich an vergangene Leben zu erinnern. Ich kann diese Frage nur für mich selbst beantworten. Ich verstand mein gegenwärtiges Leben viel besser und aus diesem Grund hilft es vergangene Ursachen aufzudecken, die die eigene Entwicklung verzögerten. Mit gütiger Ahnungslosigkeit über vergangene Leben wurden wir geboren. Würden wir die Erinnerung an sie mitbringen, würden wir von der Last des noch zu Lernenden zurückschrecken.

Niemals sollte man aus reiner Neugierde in vergangene Leben zurückversetzen. Sondern nur, wenn es hilft, die gegenwärtigen Probleme besser zu verstehen. Verschiedene Signale deuten normalerweise die Notwendigkeit an, eine Lösung gegenwärtiger Probleme in der Vergangenheit zu suchen. Manchmal haben Menschen, sehr oft Kinder, verschwommene Erinnerungen, eine Person zu sein, die sie gegenwärtig nicht sind. Oft wagten sie aus Angst, für verrückt gehalten zu werden, nicht, diese Eindrücke zu erwähnen. Andere Menschen wiederum haben das starke Gefühl, bereits in einem anderen Land gelebt zu haben, das sie bis jetzt noch nicht wissentlich besucht haben. Viele haben einem Land oder einer Stadt gegenüber starke Gefühle der Zuneigung oder Ablehnung entwickelt. Andere wiederum fühlen sich von der Kunst oder Musik einer bestimmten Kultur besonders angezogen, oder sie erlernen eine Sprache besonders leicht. Auch gibt es unzählige, angeborene Krankheiten und Missbildungen, die in Hinblick auf das gegenwärtige Leben einfach nicht erklärbar sind. Wird ihre mögliche Ursache im vergangenen Leben entdeckt, können sie besser verstanden und manchmal sogar geheilt werden.

Manche Mensch sind sich ihrer Aufgabe in diesem Leben sofort bewusst. Sie brauchen sich nicht die Frage zu stellen: „Wozu bin ich hier?“ Andere dagegen können das Muster, das Ziel oder den Grund ihres Lebens nicht klar erkennen. Sie leben ziellos, richtungslos und ohne Antrieb. In solchen Fällen ist es äußerst ratsam, die Reise zu vergangenen Erfahrungen anzutreten.

Reinkarnation bedeutet, dass die Seele auf dieser Erde viele Leben durchläuft – genauso wie in der Schule viele Klassen – und sich ständig höher entwickelt, bis sie „die Abschlussprüfung besteht“, d.h. ihre ewige und vollkommene Einheit mit Gott erreicht.

Wir sind Gott zum Bilde geschaffen, haben uns aber durch Identifizierung mit dem physischen Körper dessen Unvollkommenheiten und Begrenzungen zu eigen gemacht. Es ist wie die Geschichte eines Prinzen, der aus dem väterlichen Schloss fort lief und in ein Elendsviertel geriet. Dort verfiel er der Trunksucht und verkehrte mit Menschen schlechten Charakters, so dass er schließlich ganz vergaß, wer er eigentlich war. Erst als ihn sein Vater fand und wieder zu sich in Schloss heim holte, erinnerte sich der Sohn, dass er in Wirklichkeit ein Prinz war.