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Katathymes Bilderleben

Aktualisiert (Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 19:19 Uhr)

KATATHYMES BILDERLEBEN nach H. Leuner

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Das Katathyme Bilderleben ist geeignet, innere Probleme und Konflikte, die sich über Symbolbilder zeigen, zu erkennen, zu verstehen und zu therapieren.

 

Die auch unter dem Namen Katathym Imaginative Psychotherapie bekannte Methode wurde von Hanscarl Leuner (geb. 1919) auf psychoanalytischer Grundlage entwickelt. Die Therapie erfolgt durch Arbeit an tagtraumartigen, von Gefühlen gesteuerten inneren Bildern.

Im Mittelpunkt dieser in drei Stufen verlaufenden Tagtraumtechnik stehen insgesamt 12 Standardmotive (z. B. Wiese, Bach, Berg, Höhle), die dem entspannt sitzenden oder auf der Couch liegenden Klienten vorgegeben werden. Der Klient beobachtet und beschreibt diese Bilder in einem vertieften Entspannungszustand. Dabei werden aktuelle Stimmungen, bewusste und unbewusste Konflikte sowie Ressourcen angesprochen und zur Entfaltung in Bildern, Szenen und Geschichten angeregt. Die innere Befindlichkeit wird so symbolisch dargestellt. Es zeigen sich sowohl die aktuelle Befindlichkeit des Patienten, aber auch seine Wesenszüge, Verhaltenseigentümlichkeiten, Ressourcen, Motivationen und auch unbewusste Konflikte.

Im anschließenden Gespräch wird die symbolische Bedeutung der imaginierten Bilder erarbeitet. Ziel ist dabei die Bewusstmachung und das Wiedererleben frühkindlicher Erfahrungen im Hinblick auf die Auflösung aktueller Problemmuster.

Die katathym imaginative Psychotherapie hat sich in der Behandlung von Angstzuständen, Depressionen, psychosomatischen Erkrankungen, Lebenskrisen und Beziehungsproblemen sehr bewährt. Auch bei der Trauma-Behandlung und zur Behandlung von Suchterkrankungen kommt es zur Anwendung.